Nachrichten

Diskussion um das Klinikum Stadt Soest - Die Position der so!-Partei

Die Diskussion um das Soester Klinikum ist die zurzeit kontroverseste politische Debatte in Soest. Da wir der Überzeugung sind, dass es sich hierbei um ein recht komplexes Thema handelt, möchten wir hiermit die Position der so!-Fraktion verdeutlichen.

Grundsätzliches
Die so!-Fraktion begrüßt, dass wir in Soest zwei gute und leistungsstarke Krankenhäuser für die medizinische Versorgung unserer Bürger und der Patienten aus dem Umland  haben. Beide Häuser haben sich trotz bestehender Konkurrenzsituation in den letzten Jahren gut entwickelt. Konkurrenz belebt bekanntlich durchaus das Geschäft ...

02.07.2018 14:22 von Walter Raubaum

Bebauungsplan Kress - eine Nachbetrachtung

Nach dem Auszug des Finanzamtes wurde die Fläche von ca. 4500 qm von der Wirtschaftsför-derung erworben und für den Bau eines großen Einzelhandelsgeschäftes dem Immobilienmarkt angeboten. Das Grundstück wurde von Herrn Kress erworben, dem damals einzigen Bewerber. Dieser erwarb auch noch zwei benachbarte Grundstücke und stellte dann einen Bauantrag für die gesamte Fläche von ca. 6000 qm. Hinzu kam der Antrag auf den Bau einer Tiefgarage. Alle diese Anträge wurden von einer Ratsmehrheit genehmigt, obwohl damit gleich gegen mehrere Vereinbarungen verstoßen wurde.

Die Tiefgarage verstößt gegen den aktuellen Verkehrsentwicklungsplan. Dieser hat eigentlich zum Ziel, den Individualverkehr aus der Kernstadt heraus zu halten und damit den ÖPNV zu fördern.

Die Überbauung der zwei zusätzlichen Grundstücke widerspricht dem Klimaschutzkonzept und dem geplanten Klimaanpassungskonzept, mit dem eine zu starke Aufheizung der Stadt in den warmen Monaten vermieden werden soll.

Nach Ansicht der so! wäre eine Bebauung in angemessener Größe und ohne Tiefgarage zu vertreten gewesen. So wie das Objekt allerdings jetzt geplant ist, geht es an den Bedürfnissen der Soester Bürgerinnen und Bürger vorbei und ist den Anwohnern nicht zuzumuten.

Warum Herrn Kress darüber hinaus auch noch erlaubt wurde, die Verkaufsfläche seines Geschäftes im Außenbereich deutlich zu vergrößern – auch dies entgegen bestehenden Vereinbarungen des Rates – ist völlig unverständlich. Es entsteht der Eindruck, als würde die Politik in Soest nicht von den Ratsmitgliedern sondern von den Investoren und der Verwaltung bestimmt werden.

11.04.2015 18:30 von Heinz Hagmanns